Trends und Entwicklungen im Public Viewing – Prof. Dr. Madeja im ESB-Interview
Prof. Dr. Madeja gilt als der Erfinder der Public Viewings. Anlässlich der WM 2010 und dem FIFA Fan Fest in Berlin, hat die ESB Europäische Sponsoring-Börse den Experten zu den Entwicklungen und aktuellen Trends des Public-Viewing Phänomens befragt.
Schon im Jahr 2004 forderte der Sportmanagement-Professor der HS Heilbronn mutlikulturelle Veranstaltungen für Fussball-Fans, die nicht im Stadion sind, begleitet von Übertragungen auf Großbildleinwänden, Konzerten und Parties. Zur WM 2006 wurden diese Ideen umgesetzt, und auch in diesem Jahr, erfreuen sich die Public Viewings grossem Zuspruch. Zum IFFF International FIFA Fan Fest kamen rund 350.000 Besucher.
Die Idee des Public Viewings wurde dabei aus der Not heraus geboren. Prof. Dr. Madeja nennt die nicht ausreichende Anzahl an Stadiontickets der WM 2006 als Grund für die Entwicklung eines Konzeptes für alle Fans, die nicht live im Stadion dabei sein konnten. Als eine Erweiterung der Basis von internationalen und nationalen Sportgrossevents sind Public Viewings eine Plattform, die die grosse Kilometerentfernung zum Ort des Geschehens überwindet. Auch die Veranstalter der Europameisterschaft 2012 müssen sich neue Konzepte überlegen. Es braucht innovative Ideen, um die Fans aus Europa davon zu überzeigen nach Polen und in die Ukraine zu kommen.
Prof. Dr. Madeja sieht die Zukunft der Public Viewings in der Vernetzung von Sportarten. So sollen mehrere Programmpunkte hintereinander ablaufen und nacheinander verschiedene Sportarten gezeigt werden. Das Ziel eines Public Viewings sollte es nach Prof. Dr. Madeja sein, zu einem gesellschaftlichen Ereignis zu werden, sodass auch Menschen kommen, die sich eigentlich nicht für Sport interessieren.